Statistik der Pilzkontrolle 2025
- sandra !

- 2. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Unser offizielle Bericht zur Pilzkontrolle für die Gemeinde

Aus unserer Sicht blicken wir auf ein durchzogenes Pilzjahr zurück. Der Start in die Saison war ungewöhnlich verheissungsvoll: Bereits ab dem Frühsommer fanden so viele Menschen den Weg in den Wald, dass wir noch vor der offiziellen Eröffnung für 10 Kontrollen angefragt wurden und diese auch durchführten. Danach folgte allerdings eine längere Flaute, die bis Mitte September anhielt. Erst dann zog das Pilzwachstum wieder merklich an.
Insgesamt haben wir 99 Kontrollscheine ausgestellt. Davon enthielten 79 Körbe ungeniessbare oder verdorbene Pilze. Auch Giftpilze fanden sich häufig: 26 Kontrollen betrafen Funde giftiger Arten.
In einem Fall fanden wir sogar einen tödlich giftigen Pilz, einen der Giftschirmlinge. Solche Funde zeigen auf, wie schnell das Pilzesammeln gefährlich werden kann, wenn Erfahrung oder Wissen fehlen.
Besonders auffällig war die grosse Menge an ungeeigneten Pilzen, die uns in der Pilzkontrolle vorgelegt wurde. Die Gesamtmenge der Speisepilze belief sich auf 39.67 kg, während 24.77 kg als ungeniessbar oder verdorben eingestuft wurden. An Giftpilzen (ohne tödlich giftige Arten) fanden wir insgesamt 2.47 kg, und die Menge der tatsächlich tödlich giftigen Pilze lag bei 0.007 kg, eine kleine Menge, die wahrscheinlich trotzdem Konsequenzen nach sich gezogen hätte.
Bei den giftigen Pilzarten begegneten uns besonders häufig drei Arten:
der Spitzschuppige Stachelschirmling
der Rettichhelmling
der Grünblättrige Schwefelkopf
Neben den offiziellen Öffnungszeiten haben wir 15 ausserterminliche Kontrollen durchgeführt. Dies zeigt den grossen Bedarf und das Vertrauen der Bevölkerung in unsere Arbeit.
Wir möchten betonen: Pilzkontrollstellen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Prävention. Sie schützen Menschen vor Vergiftungen, vermitteln Wissen und sorgen dafür, dass das Pilzesammeln ein sicheres und erfreuliches Hobby bleibt.


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