Steinpilze finden - meine Tipps aus dem Wald
- sandra !

- 18. März
- 3 Min. Lesezeit
Steinpilze finden ist kein Zufall

Wer sich für Pilze interessiert, verfolgt zu Beginn meistens ein Ziel: Steinpilze muss man finden! Und auch wenn es im März in der Schweiz noch etwas zu früh dafür ist, erhältst du bereits jetzt meine besten Tipps aus dem Wald.
Ich kenne von mir zwei Modi, wie ich zur Pilzzeit durch den Wald gehe: "Kopfgesteuert" mit Wissen und absolutem Fokus auf Landschaft, Zeigerpflanzen oder Ortskenntnissen, zielstrebig auf der Suche nach den wunderbaren braunen Hüten oder durch "Schweifen lassen". Das fühlt sich ganz anders an.
Du bist präsent, deine Wahrnehmung ist geschärft, du schaust nirgends direkt hin, lässt den Wald auf dich wirken…und plötzlich verändert sich etwas: Du wirst noch langsamer, aufmerksamer, stiller.
Genau so beginnt es für mich anfangs Saison, wenn ich auf der Suche nach den ersten Steinpilzen in der Schweiz bin. Wenn zwar bereits vieles stimmt, das Wetter der letzten Wochen, die Temperatur, die Feuchtigkeit im Waldboden, aber noch nicht ganz sicher ist, ob sie bereits "da" sind.
Und vielleicht ist das der wichtigste Punkt gleich am Anfang: Steinpilze finden hat weniger mit Glück zu tun, sondern mit Wissen und Wahrnehmung.
Steinpilze finden: Warum es mehr ist als nur Suchen
Wenn du Steinpilze finden willst, darfst du lernen, den Wald zu lesen, ohne hektisch den Waldboden abzusuchen. Du achtest auf das Moos und die umliegenden Pflanzen, die Feuchtigkeit im Boden, die richtigen Bäume.
Und plötzlich sind sie da:
Diese braunen Hüte die sich perfekt in ihre Umgebung einfügen. Glück.
Wann ist die beste Zeit für Steinpilze?
Eine der häufigsten Fragen, welche mir gestellt wird: Wann wachsen Steinpilze und wo muss ich sie suchen?
Steinpilze wachsen hauptsächlich zwischen Juni und Oktober. Besonders gute Bedingungen herrschen nach warmen Regentagen, wenn der Boden feucht und die Temperaturen mild sind. Gute Chancen hast du bereits 3–4 Tage nach dem Regen.
Wenn du also gezielt Steinpilze suchen willst, lohnt es sich, das Wetter im Blick zu behalten.
Wo wachsen Steinpilze in der Schweiz?
Wenn du einmal die richtigen Orte kennst, steht deinem Fundglück fast nichts im Wege. Location-Spotting nenne ich das, wenn ich im Winter draussen unterwegs bin und mir Stellen merke, die vielversprechend aussehen.
Typische Lebensräume sind folgende:
Nadelwälder (für Fichtensteinpilze, Boletus edulis)
Mischwälder mit Buchen (für Sommersteinpilze, Boletus aestivalis)
Ich selbst finde Steinpilze oft an Übergängen, dort, wo du aus dem Wald auf eine Lichtung- oder an den Waldrand trittst.
Steinpilze erkennen
Ganz wichtig: Sammle nur Pilze, die du zu 100 % bestimmen kannst. Und wenn du Sie essen willst, bring' sie vorher in die Pilzkontrolle!
Typische Merkmale vom Steinpilz:
brauner, fester Hut
heller Stiel mit feinem Netz
Röhren (ein Schwamm) unter dem Hut
angenehmer, nussiger Geruch
keine blaue Verfärbung im Fleisch
Nachhaltig Steinpilze sammeln
Sammle nur so viel, wie du verwerten kannst und beachte die jeweiligen kantonalen Bestimmungen dazu. Zerstöre keine Pilze, auch keine Giftpilze. Respektiere die Natur und beachte die Schutzgebiete.
Und dann passiert dieser Moment…
Du gehst in die Hocke. Schiebst vorsichtig das Moos zur Seite.
Und da ist er.
Ein perfekter Steinpilz, fast ein bisschen magisch.
Und egal, wie oft ich das erlebe, es fühlt sich jedes Mal besonders an.
Mehr als nur Pilze finden
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